Sensenkurs 2026
Früher konnte das jeder im Dorf: Mähen mit der Sense.
Heute beherrschen nur noch wenige diese Kunst - denn nichts weniger ist das.
Für den einen oder anderen Senior war das in der Jugend noch alltägliche Praxis und einmal gekonnt - nie verlernt. Wie das Fahrradfahren.
Nur sehr wenige jüngere Semester wissen die Vorteile der Sense gegenüber den modernen Motorsensen noch zu schätzen und vor allem auch aktiv zu nutzen.
In Malsch ist das zum Beispiel Dietmar Backes, der sich Theorie und Praxis des Mähens mit der Sense angeeignet hat und noch regelmäßig betreibt. Also ein idealer Kursleiter für den Sensenkurs des OGV. Wer mit der Sense ordentlich mähen möchte muß zuerst die Sense auf den eigenen Kürper einstellen. Bereits das ist eine Kunst für sich, die erklärt, geübt und gelernt sein will.
Und nur eine scharfe Sense schneidet gut. Und sie bleibt leider nicht immer scharf. Und schon sind wir bei der nächsten Lektion: Das richtige Wetzen mit dem Wetzstein, der bei Nichtgebrauch im wasserbefüllten Kumpf verschwindet. Dabei gilt es den Wetzstein sicher in der richtigen Lage zu führen aber immer ausreichenden Abstand zwischen Sense und Hand zu lassen.
Aber irgendwann bewirkt auch der Wetzstein nicht mehr genug. Nur eine sehr dünne Schneide am Sensenblatt garantiert einen angemessenen Kraftaufwand beim Mähen. Die aber kann der Wetzstein nicht erzeugen. Wie bekommt man eine stumpfe, verrundete Schneide wieder dünn? Man muß das Metall treiben, die Sense dängeln. Früher gab es dazu auf jedem Hof einen Dengelstock und auch jemanden, der diese aufwendige und Präzision erfordernde Technik beherrschte. Jeden Tag hörte man irgendwo im Dorf die typischen rhythmischen Hammerschläge. Es braucht viel Übung, bis man die Sense zwischen Hammerbahn und Dengelamboss richtig treiben kann.
Heute hat man diese Zeit nicht mehr und verwendet verschiedene handgerführte Dengelhilfen, die mehr oder weniger gut funktionieren.
Eine scharfe Sense allein ist aber noch keine gemähte Wiese. Man braucht die richtige Haltung des Körpers und der Sense und den richtigen Schwung, damit die Sense das Gras nieder legt und sich nicht in der Erde eingräbt.
Der Sensenkurs beim OGV hat also genügend Stoff und Lektionen zu lehren und zu üben.
Wir danken allen mutigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und natürlich ganz besonders dem geübten Fachmann Dietmar Backes, der dieses Wissen in einen gut gelungenen Mix aus Theorie und Praxis an die Teilnehmer weiter geben konnte.








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