Okulierkurs
Aktualisiert: 22. Aug.
Am 8. August erläuterte unser Vereinsmitglied Manfred Gräßer im Versuchsgarten des OGV-Malsch verschiedene Methoden der Obstbaumvermehrung durch Okulieren. Diese Methoden wurden anschaulich an für solche Zwecke in unserem Versuchsgarten angepflanzten Unterlagen und von Manfred Gräßer mitgebrachten Gehölze demonstriert.
m Ganz nebenbai wurden folgende Fragen behandelt und umfassend beantwortet:
Warum wird okuliert?
Wann wird okuliert?
Wie wird okuliert?
1. Um Stein und Kernobstsorten weiter zu vermehren.
2. Zwischen Mitte Juli und Ende August. Wetterabhängig, denn die Rinde muss sich gut lösen.
Ein Auge eines neuen Triebes wird in die Unterlage mittels eine T Schnittes eingesetzt. Mit Bast verbunden und mit Baumwachs gegen Feuchtigkeitseindrang verschlossen. Das Blatt des Auges wird entfernt. Fällt der Stiel in den nächsten 2-3 Monaten ab, kann davon ausgegangen werden, dass das Auge angewachsen ist. Wenn nicht, kann im Frühjahr durch Kopulation erneut veredelt werden. Beim entfernen des Auges aus dem einjährigem Trieb ist darauf zu achten, dass nicht zu viel Holzanteile entfernt werden. Das Auge wächst nur im Bereich der Kambium Flächen an. Für die Ausführung der Arbeiten muss stets ein scharfes und desinfiziertes Messer verwendet werden.
Zum Schluss wurde auch noch eine Chipveredelung gezeigt. Hier wird ein Auge mit einem größeren Holzanteil eingesetzt. Also nicht unter die Rind geschoben, sondern flächenmäßig eingepasst so dass die beiden Flächen deckungsgleich sind.
Auf reges Interesse stieß auch die Veredelungszange zum Pfropfen (Kopulation) im Frühjahr verwedet werden kann.
Manfred Gräßer mit voller Konzentration bei der Präzisionsarbeit. Bild: J. Seekircher Bild: J. Seekircher Bild: J. Seekircher Schnitt durch eine Veredelungszange [Bild J. Seekircher] Bild: B. Henke








